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Maker Faire Hannover 2017

Die 5. Maker Faire in Hannover

Abacus Theater

Dieses Jahr nun zum fünften Male öffnete die Maker Faire Hannover ihre Pforten für alle Interessierten zu den Themen Technik, Selberbauen, Kunst und vielen mehr. An Interessierten mangelte es dabei nicht. Am letzten Wochenende haben 17800 Besucher den Weg zum Hannover Congress Center gefunden und konnten sich am vielfältigen Programm der Maker Faire erfreuen, wobei man hier erwähnen muss, dass der erste Tag erneut den Schulklassen vorbehalten war. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem letzten Jahr war auch, dass dieses Mal das Wetter mitgespielt hat. So konnte auch das Programm im Park durchgeführt werden und die Masse der Besucher konnte sich besser verteilen. Dadurch war es dann auch angenehmer durch die teilweise doch recht vollen Hallen zu streifen und sich die einzelnen Stände näher anzugucken.

Mantis Hexapod

Zu jeder vollen Stunde zeigte Matt Denton seinen Mantis Hexapod, eine sechsbeinige Riesenspinne, welche sich sehr filigran zu bewegen verstand. So war es für Matt problemlos Möglich, kleine Gegenstände von einer Kiste zu stoßen, ohne ein großes Trümmerfeld zu hinterlassen. Auch dessen kleiner Spaziergang zum kleinen Teich vor der Halle hat für reichlich Aufsehen gesorgt. Damit war der Mantis Hexapod eines der vielen Publikumsmagnete und konnte gerade Kinder und Männer in seinen Bann ziehen.

K-2S0

Und woran erkennt man das der R2 Builders Club wieder auf der Maker Faire war? Richtig, durch die ganzen R2D2s, welche durch die Halle fuhren und durch ihr bekanntes Piepen die Besucher begrüßten. Am Messestand selbst konnte man sich dann auch ein Bild darüber machen, wie so ein Droide gebaut wird. Selbstverständlich standen für jegliche Art von Fragen die anwesenden Mitglieder des Clubs Rede und Antwort. So haben wir es uns nicht nehmen lassen und konnten Dietmar Strugholz für ein Interview gewinnen, welches ihr euch unten angucken könnt. Allerdings schon einmal zur Vorwarnung: Leider ist die Tonqualität nicht so berauschend, aber wir haben dazu gelernt und werden bei dem nächsten Interview ein besseres Mikrofon mitnehmen, versprochen. In dem Interview könnt ihr dann erfahren, wie teuer so ein R2D2 in der Herstellung ist und wie viel Zeit man in die Arbeit investieren muss, um einen fahrenden Roboter bauen zu können.

 

Makey

Am Samstag wurde dann in Zusammenarbeit mit Stratoflights das Maskottchen der Maker Faire, Makey in die Stratosphäre geschickt, begleitet von einer Onboard Kamera und Anfangs von einer Drohne, welche auch Videomaterial lieferte. Makey schaffte es auf 35 Kilometer Höhe zu kommen, bevor er nach insgesamt 3,5 Stunden eine harte Landung in einen Baum in der Nähe von Wolfsburg tätigte. Makey wurde hier an einem Wetterballon befestigt. Da wir selbst am Samstag nicht dabei waren, können wir leider kein eigenes Material anbieten, aber das Make Magazin hat ein Youtube Video zur Verfügung gestellt, wo man sich den Flug von Makey in aller Ruhe angucken kann. Auf dem Video kann man dann auch einen schönen Blick auf die Maker Faire, das Hannover Congress Center und Hannover aus mehreren Metern Höhe werfen.

Feuerlöschboot aus Streichhölzer

Auch für alle Modellbauer und Raucher, welche nicht wissen, wohin mit ihren Streichhölzern, gab es einiges zu sehen. Lothar Bunscheit zum Beispiel zeigt seine Sammlung von Schiffsmodellen, welche er aus tausenden Streichhölzern baute. Darunter konnten hier Feuerlöschboote und Kreuzfahrtschiffe wie die Aida  bestaunt werden. Und ja, die Schiffe waren alle „seetüchtig“ und fuhren auf dem Teich umher. Aber auch Conrad Electronics zeigte zu ihren Adrenalin-Tagen Modellflieger und -autos, welche in Rennen gegeneinander antraten und damit reichlich Publikum anzogen.

Mad Metal Machines

Etwas brutaler ging es dann in einer der Eilenriedehallen zu. Die German Roboteers Association präsentierte hier die Mad Metal Machines. Das sind schwere Kampfroboter, welche in einer abgesicherten Arena gegeneinander antreten, um den jeweiligen Kontrahenten aus der Arena zu werfen oder zu zerstören. Und zwischen den Pausen konnten sich die Besucher dann selbst mit kleinen Kampfrobotern ein Bild davon machen, wie kompliziert es doch ist, so einen Kampf zu bewältigen. Für alle Interessierten, haben wir unten auch noch ein Video, welches wir von der Runde 5 gedreht haben.

 

DIY – Ring in der Herstellung

Aber selbstverständlich gab es auch wieder reichlich Möglichkeiten, selbst Hand anzulegen und vielleicht noch das eine oder andere zu lernen. So gab es zum Beispiel wieder die Möglichkeit, löten zu lernen oder für sich selbst oder als Geschenk für jemand anderen einen Ring selbst anzufertigen. Auch konnte man eine Rakete starten, welche als Antrieb mit reinem Wasserdruck betrieben wurde. Hier musste man durch pumpen Druck aufbauen, welcher dann konzentriert als Antrieb für die Rakete genutzt wurde. Aber auch das Basteln kam nicht zu kurz. So konnte man selbst T-Shirts bedrucken, oder am „Lego-Volvo“ seine Kreativität ausleben. Und für Abwechslung sorgten dann die Cosplayer vor Ort, welche ihre eigenen entworfenen Werke den Zuschauern präsentieren konnten. Zusätzlich gab es ein extra Cosplay-Zelt, wo man sich über das Hobby Cosplay, aber auch über das Handwerk des Selberbauens von Kostümen informieren konnte.

Selbstverständlich gab es noch weit mehr zu sehen, als hier berichtet. Es gab auch noch reichlich Workshops, bei denen man zum Beispiel mit Youtubern aus dem Bereich Maker diskutieren konnte. Auch am Stand des Heise Verlags, der Herausgeber des Maker Magazins, konnte man sich die fertigen Projekte aus den jeweiligen Heften angucken oder das eine oder andere Zubehör zu seinem RasPi erstehen. Alles im Allem muss man sagen, war die Maker Faire für mich ein voller Erfolg und ich freue mich schon auf den September 2018, wo die nächste Maker Faire in Hannover stattfindet. Auch mein Kritikpunkt vom letztem Jahr, dass es in den Stoßzeiten zu voll in den Hallen war, war dieses Jahr nicht so schlimm, was allerdings auch am sehr guten Wetter lag.

Für einen schönen Überblick, haben wir noch ein kleines Impressionen Video erstellt, welches ihr hier angucken könnt.

 

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Adnae Inviere

Ich bin seit über 20 Jahren begeisterter Pen and Paper Rollenspieler und ebenso lange der Gothic Szene angehörig. Meine Lieblingsfarbe und mein Kleiderschrank kennt keine andere Farbe als schwarz. Zusätzlich begeistere ich mich für Steampunk und seine Philosophie aus einfachen Sachen, neues zu bauen und zu entwerfen.
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